Sonntag, 5. Dezember 2010

Virtueller Adventskalender, Tag 5: Weihnachten am anderen Ende der Welt: Bahamas

Währen hierzulande die feierliche Stimmung steigt, die Lautsprecher in den Kaufhäusern zunehmend Glockengeläut und besinnliche Musik in die eisige Kälte hinausplärren und über den Städten eine unsichtbare Duftglocke aus Zimt, Glühweingewürzen und Nelken zu schweben scheint, steigt die fröhliche und erwartungsvolle Stimmung auf den Bahamas. Hier bereitet man sich nämlich auf den traditionellen Karneval, den "Junkanoo" vor, der in der traditionellen Junkanoo Parade gipfelt.

Der Junkanoo ist eine Musik- und Tanzform, die es auf den Bahamas seit der Sklavenzeit gibt. Was „Junkanoo“ genau bedeutet und wo es herkommt ist bis heute ungeklärt. Der Überlieferung zufolge brachte ein afrikanischen Stammesführer, der als Sklave auf die Bahamas kam, den Junkanoo mit. Er hieß John Canoe. Canoe wollte das Recht, mit seinen Leuten auf traditionelle afrikanische Weise feiern zu können. Am 25. und am 26. Dezember, dem sogenannten Boxing Day, wurde es schließlich gewährt.

Der Junkanoo lässt sich auf afrikanische Ursprünge zurückverfolgen und blieb bis heute nahezu unverändert. Im August legt jede Gruppe das neue Thema für das Fest fest, doch das eigentliche Fest beginnt erst am 26. Dezember. Jede Gruppe bemüht sich das originellste Kostüm, die überzeugendste Tanzperformance und die mitreißendste Musik zu präsentieren, denn nur wer damit überzeugt gewinnt den Preis.

Musik-Tipps:

CD's der bahamischen Gruppe Baha Men, die auf den Bahamas einen ähnlichen Stand einnehmen, wie Bob Marley auf Jamaika und die Junkanoo-Rhythmen international bekannt gemacht haben.

CD Junkanoo im iTunes Store.

CD Kalik im iTunes Store.

Ein Sampler mit verschiedenen Interpreten ist leider nur als US Import erhältlich:
CD "A Junkanoo Christmas" auf Amazon.de

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